Kosten der Unterkunft

Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Die Angemessenheit ist in der KdU-Richtlinie des Landkreises Vorpommern-Greifswald geregelt.


Grundsätzlich ist die Wohnungsgröße angemessen bei:

 

     Personen

(Bedarfsgemeinschaft)

             Angemessenheitsgröße           

1

bis 45 m²

2

bis 60 m²

3

bis 75 m²

4

bis 90 m²

5 und mehr

über 90 m²

 

Hier finden Sie im Überblick grundsätzliche Hinweise zur Gewährung der KdU-Leistungen:

  • Die Kosten der Unterkunft setzen sich aus der Nettokaltmiete und den Nebenkosten (ohne Heizkosten) zusammen. Für die Frage der Angemessenheit der Aufwendungen der Unterkunft ist nicht ausschließlich auf die isolierte Höhe der Kaltmiete und der Wohnnebenkosten abzustellen, sondern auf die Höhe dieser Kosten insgesamt                   (= Produkttheorie).
  • Die konkrete Angemessenheit (die Frage, ob tatsächlicher Wohnraum zum abstrakten festgesetzten Wert zur Verfügung steht) ist im Einzelfall zu prüfen.
  • Die Leistungsberechtigten sind zu Beginn der Hilfegewährung, bei jeder Änderung der Anzahl der Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft und nach jeder Betriebskostenabrechnung sowie nach jedem Umzug über die einschlägigen Angemessenheitsgrenzen jeweils für Betriebskosten und Grundmiete zu belehren.
  • Rückzahlungen und Guthaben mindern die entstehenden Aufwendungen. Rückzahlungen für Haushaltsenergie bleiben außer Betracht.
  • Sofern Sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und bei den Eltern oder einem Elternteil ausziehen wollen, können Sie Leistungen für Miete und Heizung für die neue Unterkunft nur erhalten, wenn Sie eine Zusicherung des Jobcenters, oder bei Umzug in den Zuständigkeitsbereich eines neuen Trägers von diesem, einholen. Sie erhalten die Zusicherung, wenn schwerwiegende soziale Gründe gegen ein Verbleiben in der elterlichen Wohnung nachgewiesen werden, der Umzug in die neue Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder nachweislich ein ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.
  • Für jedes weitere zur Bedarfs/Einsatzgemeinschaft rechnende Mitglied erhöht sich die Wohnfläche um je 10 m². Die Wohnflächenobergrenzen stellen Höchstgrenzen dar, sie begründen keinen Mindestanspruch.
  • Personenbezogener Merkmale (z. B. Behinderungen) fließen nicht in die Bestimmung des abstrakt angemessenen Mietzinses ein. Derartige Merkmale sind ausschließlich bei der konkreten Angemessenheit - im Rahmen der Kostensenkungsobliegenheit/ Verfügbarkeit - zu berücksichtigen.
  • Lebt ein Kind abwechselnd bei den getrennt lebenden bzw. geschiedenen Elternteilen (Bedarfsgemeinschaft auf Zeit), so wird geprüft ob ein zusätzlicher Wohnraumbedarf durch den Aufenthalt des Kindes ausgelöst wird. Maßgebend ist insoweit, dass dieses "Wechselmodell" gerichtlich oder vor dem Jugendamt zwischen den Elternteilen vereinbart wurde.
  • Soweit innerhalb einer bestehenden Schwangerschaft der vorhandene Wohnraum nicht mehr angemessen ist, soll die zukünftige Geburt des Kindes Berücksichtigung finden.

Wichtig:

 

Vor Abschluss eines neuen Mietvertrages sollten Sie das Jobcenter zu der Höhe der Aufwendungen der neue Unterkunft befragen.

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